Stadelhorn über Schaflsteig

Aus dem Klausbachtal geht es auf einem schmalen, steilen Steig über einen Landschaftsrücken durch Wald und Latschen, über Schrofen und Fels bis unter die mächtige Stadelwand und an dieser entlang. An markanten Felstürmen vorbei durchquert man landschaftlich eindrucksvolles alpines Gelände, bis zu einem klettersteigähnlich versicherten Steig (KS2), der hinauf zur Mayrbergscharte führt. Die letzte Dreiviertelstunde auf das Stadelhorn geht über dessen Nordwand über unversicherte Kletterstellen (Grad I) von gut durchgestuftem Felsgelände.

Mühlsturzhörner und Knittelhörner aus dem Klausbachtal
Routenplan

Informationen für den Wanderer:
Klassifizierung gemäß DAV Alpenführer: W5/KS2, sehr schwieriger, im letzten Teil klettersteigähnlich versicherter, alpiner Steig (KS2), Von der Mayrbergscharte auf das Stadelhorn W5/I, sehr schwieriger alpiner Steig mit einigen einfachen Kletterstellen (I)
reine Gehzeit: hin und zurück 11,5h ( 8,5 ab Egertalm )
Strecke: hin und zurück 8,5km (4,5km ab Egertalm)
Höhenmeter: 1.486 Hm (1.336 Hm ab Egertalm)
Höchster Punkt: Stadelhorn mit 2.286 m
Ausgangspunkt: Parkplatz an der Nationalpark-Informationsstelle Hirschbichlstraße (800m) o. Egertalm (950m)
Karte: Alpenvereinskarte, 1:25 000, Blatt BY 20 »Lattengebirge, Reiteralm«
Führer: Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen

Großes Mühlsturzhorn

Kurz hinter der Engertalm zweigt der Steig rechts von der Asphaltstraße ab. Über steile Kehren, zunächst auf einer Wiese, später dann im Wald erreicht man den mit Latschen bewachsenen Kamm zwischen Stadelgraben im Westen und dem Mühlsturzgraben im Osten.

Westwand des Stadelhorns

Man folgt dem Geländerücken weiter über Schrofen und brüchigen Fels bis unterhalb der mächtigen Stadelmauer.

Großes Mühlsturzhorn

An dieser entlang an einem markanten Felszacken (Stegerhorn) vorbei über eine Scharte.

Stegerturm
Scharte

Wir stehen auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Die Gipfelkette, die in südöstliche Richtung abgeht, markiert die Grenze: Hochgescheid, Ameisknockenkogel, Dreijäger, Gernhorn, Leimbichlhorn, Sulzenstein. Ein paar Minuten weiter abwärts mündet der Loferer Steig. An dieser Stelle auf dem Rückweg aufpassen: Leicht wird der Abzweig übersehen und man geht den besser sichtbaren Loferer Steig hinab.

v.r. Ameisknockenkogel, Dreijäger, Gernhorn

Es geht weiter die Bänder entlang an der Stadlmauer hinauf bis zum Beginn des stellenweise klettersteigähnlich versicherten Steigs, der anfangs durch Felsrinne führt, und weiter oben in eine Geröllrampe übergeht. Wir erreichen die Mayrbergscharte auf 2053m.

Mayrbergscharte

Die gerade überwundene Mayrbergscharte von oben. Von hier sieht sie am „schartigsten“ aus. Von hier aus geht es noch etwa 40 Minuten auf der Nordseite des Stadelhorns über steilen Felsaufstieg mit kleineren, aber dennoch zu erwähnenden, unversicherten Kletterstellen (I) bis zum Gipfel.

Wagendrischelhorn

Das Wagendrischelhorn mit seinem markant gerundeten Gipfelmassiv liegt einen Steinwurf nördlich.

v.l. Unterer und Oberer Plattelkopf, Reiter Steinberg, Prünzelkopf, Hohes Gerstfeld

Kurz vor dem Gipfel des Stadelhorn haben wir noch einmal ein paar herrliche Ausblicke auf die östliche Gipfelkette der Reiteralpe zur Ramsau hin.

Stadelhorn in Wolken

Auf dem Stadelhorn ist es an diesem Tag mit der Aussicht vorbei. Wir stehen in den Wolken. Wir reden es uns schön, beim Bergsteigen ist der Weg das Ziel. Da wir noch mächtig Weg vor uns haben, wieder herunter zu kommen, ist die Pause ohnehin nur 15 Minuten lang.

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